Die Siebträger Espressomaschine oder einfach Siebträgermaschine

Siebträger EspressomaschineDie Siebträger Espressomaschine stellt heutzutage einen weiterverbreiteten Typ bei der Zubereitung von Espresso dar. Zumal es diese Art nicht mehr nur für große Restaurationsbetriebe und Bars gibt. Inzwischen haben sich auch kleinere Siebträgermaschinen etabliert, die sogar in privaten Haushalten eingesetzt werden. Damit Sie sich einen besseren Überblick über diese Art der Espressozubereitung machen können, folgt hier ein Überblick über die Funktionsweise dieser Geräte.

Was ist eine Siebträger Espressomaschine?

Als Siebträger bezeichnet man die abnehmbare Vorrichtung einer Espressomaschine, in der das Kaffeepulver gefüllt wird.

Eine Siebträger Espressomaschine ist oftmals als ein halbautomatisches Gerät konstruiert. Vorbild hierfür sind die professionellen Siebträgermaschinen aus der Gastronomie. Halbautomatisch bedeutet, dass sie als Benutzer einige Features zur Verfügung haben, die Sie selber bedienen und einstellen können. Dazu später noch mehr.

Zusätzlich benötigen Sie eine extra Kaffeemühle, wenn das Kaffeepulver für den Espresso frisch gemahlen wird. Es gibt zwar Geräte, bei denen ein Mahlwerk eingebaut ist. Diese finden sich jedoch meistens in Großgeräten für den Profibereich.

Wie funktioniert eine Siebträger Espressomaschine bzw. welche Funktion hat der Siebträger?

siebträger für die EspressomaschineWie bei Espressogeräten aus den gastronomischen Betrieben, funktionieren Siebträgermaschinen oftmals mit einem Siebträger, der abnehmbar ist. Dieser Träger wird mit der Menge des jeweils benötigten Kaffeemehls gefüllt. Mit einem Bajonettverschluss wird der Siebträger dann in der Maschine fest verankert. Diesen Vorgang müssen Sie immer von Hand ausführen.

Bei Espressomaschinen für den kleineren Betrieb oder den privaten Haushalt gibt es nun eine Vielzahl an Einstellungsoptionen. Dies ist durchaus sinnvoll, da Sie hiermit letztendlich das Ergebnis – den Espresso, nachhaltig beeinflussen können.

Bei der Siebträgermaschine stehen verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, die für die Qualität des Espressos von entscheidender Bedeutung sind:

  • Menge und Stärke der Kompression des Kaffeemehls
  • Genaue Bestimmung des Mahlgrads
  • Die Dauer der Brühzeit
  • Die Brühtemperatur

Als Richtwert für die Brühzeit hat sich der Wert von etwa 25 Sekunden etabliert, um einen optimal cremigen Espresso zu kreieren.

Dies sind alles Einstellungssachen, die es nach einer gewissen Zeit der Einübung ermöglichen, das verwendete Kaffeepulver genau auf den Brühvorgang abzustimmen. Das können Sie als Vorteil gegenüber den Vollautomaten ansehen; da Sie so verschiedene geschmackliche Ausprägungen des Espressos beeinflussen können.

Die Espressomaschine mit Siebträger und Milchaufschäumer

Hier haben Sie einen Aufschäumer integriert, der die externe Zugabe von Milch und dem Aufschäumen mit einem Handgerät überflüssig macht. Dabei gibt es verschiedene Arten und Optionen:

  • als Zusatzausstattung bei einigen Siebträgermaschinen erhältlich
  • zum Erhitzen per Induktion
  • als kaltes Aufschäumen
  • abnehmbarer Einsatz zum Aufschäumen
  • abnehmbarer Einsatz zum Erhitzen

Bei diesen Versionen müssen Sie entscheiden ob es sich lohnt, in der Espressomaschine einen Milchaufschäumer zu haben. Neben dem Aspekt der Bequemlichkeit, den einige Anwender anführen; halten einige mit dem Argument dagegen, dass die Qualität hinter einem manuellen Aufschäumen zurück steht.

Man könnte dieses Feature ebenfalls nutzen, um nur die reine Milch, also ohne einer Zugabe von Kaffeemehl, aufzuschäumen. Vielleicht ist dies auch als Geschmacksache anzusehen. Sicherlich ist ein eingebauter Milchaufschäumer ein zusätzliches Bauteil, das eventuell auch einmal kaputt gehen kann. Bei einigen Modellen ist dadurch vielleicht auch mit einem höheren Kaufpreis zu rechnen.

Kaufkriterien bei einer Siebträger Espressomaschine

Moderne Siebträger EspressomaschineWelche Art Siebträger Espressomaschine für Sie geeignet ist, hängt wesentlich auch vom entsprechenden Einsatz ab. Inzwischen gibt es sogar Maschinen, bei denen eine elektronische Dosierung integriert ist. Hier wird schnell deutlich, dass solch eine Espressomaschine eher etwas für den professionellen Bereich ist. Maschinen mit diesen Ausstattungsoptionen, sowie Geräte mit sehr großen Abmessungen, sind ebenfalls in finanzieller Hinsicht für die Verwendung in Gaststätten und dergleichen Etablissements gedacht.

Für den privaten Gebrauch eignen sich höchstwahrscheinlich kleinere und handlichere Siebträger Espressomaschinen, die zudem nicht über vollautomatische Einstellungsmechanismen verfügen. Hier haben Sie noch vieles – im wahrsten Sinne des Wortes – selber in der Hand, was die Einstellung von Mahlgrad, Brühzeit oder Kompressionsstärke betrifft.

Des Weiteren gibt es viele Kleinigkeiten die eine Kaufeintscheidung beeinflussen können:

  • Das Material der Maschine
  • Können mit einem Vorgang nur eine oder auch zwei Tassen gebrüht werden
  • Verwendung von Kaffeepulver oder Kaffeepads
  • Volumen des Wassertanks
  • Ist der Wassertank herausnehmbar ?
  • Gibt es eine Vorwärmfunktion für die Tassen
  • Maße und Gewicht

Im Auge behalten sollten Sie auch eventuelle Wartungskosten und Reparaturen. Bei professionellen Geräten ist oftmals auch ein professioneller Kundenservice notwendig. Dieser geht in den meisten Fällen mit höheren Wartungs- und Reparaturkosten einher. Machen Sie sich am besten mit den jeweiligen spezifischen Features eines Gerätes vertraut, die je nach Ausführung vorhanden sind.

Das Lesen von einem „Espressomaschine Siebträger Test“ oder einzelne Produktvorstellungen, bei dem mehrere Geräteausführungen gegenübergestellt werden ist sicherlich hilfreich, wenn es um die Entscheidung geht, welche Siebträgermaschine die Richtige für Ihren eigenen Anspruch ist. Hier auf unserem Vergleichsportal haben Sie auch die Möglichkeit, verschiedene unterschiedliche Typen zu vergleichen.

Druckerzeugung von Espresso Siebträgermaschinen

Sehr viele der Siebträgermaschinen funktionieren nach dem Pumpenprinzip. Das bedeutet, in dem Gerät ist eine elektrisch angetriebene Pumpe integriert. Diese ist für die Druckerzeugung zuständig, regelt also den benötigten Druck, mit dem das heiße Wasser durch das beschriebene Kaffeemehl gepresst wird.

Daneben gibt es auch noch die Handhebelmaschinen. Dort wird mit einem Hebel, der manuell bedient wird, der entsprechende Druck aufgebaut. Im Jahre 1961 gelang quasi ein Durchbruch für die Espressomaschine mit Siebträger und Mahlwerk. Das Gerät mit der Bezeichnung E61 von Faema besaß einen Brühkopf, der aus der Maschine herausragt. In diesem Kopf befindet sich eine Kammer, die durch eine Metallfeder mit einem Druck belastet wird. Dadurch wird ein kontinuierlich und relativ sanft ansteigender Druck aufgebaut.

Ein Ventil, welches über eine Exzenterwelle gesteuert wird, leitet nach dem Brühen den restlichen Druck in eine Auffangschale ab. Dieser Vorgang wird als Preisfusion bezeichnet. Überschüssiger Dampf kann somit wieder verwendet werden. Ist in die Maschine ein Wärmetauscher eingebaut sorgt ein Thermosiphon dafür, dass das Gerät bei Nichtbetrieb den Brühkopf heiß hält. Restliches Wasser, das sich im Wärmetauscher befindet, wird damit vor einer Überhitzung geschützt.

Viele Features für den perfekten Genuss – Die Siebträgermaschine

Die Espresso Bohne für den besonderen GeschmackBei einer Siebträgermaschine, die für zuhause genutzt wird, befindet sich oftmals ein Druckventil im Siebträger oder dem entsprechenden Einsatz. Dieses Ventil wird auch als Cremaventil oder Pressurized Portafilter beziehungsweise Pressurized Basket bezeichnet.

Ist solch ein Ventil eingesetzt, wird der Durchlauf des heißen Wassers erst freigegeben, sobald die oben erwähnte Pumpe einen Druck von etwa 10 bar erreicht hat.

Der maximale Druck beträgt hier 15 bar, was jedoch als theoretischer Wert anzusehen ist. Diesen müssen Sie nicht weiter berücksichtigen, da er nur automatisch erreicht wird, sofern das heiße Wasser nicht in vollem Umfang abfließt. Maßgeblich für einen optimalen Druck ist der Bereich um 9 bar. Bei einigen Espresso-Siebträgern ist der Druck auf circa 12 bar voreingestellt. Dies dient dazu, um einen möglichst hohen Druck von vornherein aufzubauen, damit die Oberfläche des Espressos auch in jedem Fall mit einer Cremaschicht bedeckt wird.

Daher rührt auch der Name Cremaventil. Durch den relativ hohen Druck wird auch beim Einsatz länger gelagerter Kaffees und vorgemahlener Sorten, eine Cremaschicht beim Espresso erzeugt. Den Mahlgrad müssen Sie dann nicht mehr auf Ihr Gerät abstimmen. Ob so tatsächlich eine echte Cremaschicht erzeugt wird, ist nicht immer unumstritten.

Einige Kaffeefreunde sind der Meinung, dass es sich hier eher um einen Kaffee-Schaum handelt, der sich schnell auflöst und über keine eigene Geschmacksnote verfügt. Eine originale und echte Cremaschicht hingegen, entsteht aus einer Art Emulsion der eigenen Öle, die sich im Kaffeepulver befinden.

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